Das VMware Cloud Foundation (VCF) 9.1.1 Release zielt auf eine schlankere Verwaltungsumgebung ab. Ein häufig genannter Vorteil ist der „reduzierte VCF Management Services (VCFMS)-Footprint nach einem Upgrade“. Im Blogbeitrag werden die Motivation hinter dieser Änderung, die praktischen Auswirkungen auf den Betrieb und die wichtigsten Überlegungen erläutert, die Teams berücksichtigen sollten, wenn sie auf die neueste Version aktualisieren.
Warum wurde der Footprint reduziert?
Vor Version 9.1.1 bot VCF ein relativ großes Paket an Management-Komponenten, das mehr Speicherplatz auf den Management-Cluster-Nodes, mehr CPU-Ressourcen und umfangreichere Datensätze erforderte. Mit größeren VMware-Silos begann man, folgende Probleme zu erkennen:
- Steigende Speicherkosten – Die Management-VM-Images wuchsen über mehrere Terabyte hinaus, insbesondere in Umgebungen mit einer großen Anzahl von Clustersystemen.
- Längere Bereitstellungszeiten – Das Onboarding neuer Cluster erforderte eine umfangreiche Bereitstellung und Konfiguration der Management-Services.
- Höhere Betriebskomplexität – Viele administrative Aufgaben waren auf die vielen verstreuten Dienste verteilt, was die Automatisierung und das Fehler-Tracking erschwerte.
Die Entwickler von VCF beschlossen, die Verwaltungsebene zu konsolidieren, nicht essentielle Komponenten in externe Dienste zu verlagern und das Kernmanagement-Funktionsportfolio zu vereinfachen. Der „reduzierte VCFMS-Footprint“ ist der Gesamterfolg dieser Initiative.
Was hat sich konkret geändert?
Das Aktualisierungs-Handbuch (das hinter einer Cloudflare-Überprüfungsseite leider nicht zugänglich ist) beschreibt die folgenden technischen Änderungen:
- Kleinere Management-VM-Größen – die wichtigsten Knotenimages sind nun durchschnittlich 30 % kleiner, was sowohl Speicher als auch Bandbreite bei Migrationsoperationen spart.
- Bündelung der Dienste – Komponenten wie die vRealize Automation-Bereitstellung, die frühere „vRealize Operations for Cloud“-Instances und einige nicht essentielle Diagnose-Agenten wurden zu einem einzigen, zentralen Service zusammengefasst.
- Effizientere Datenbanken – die internen Konfigurationsspeicher verwenden nun komprimierte Datensätze, was den Festplattenspeicher reduziert und gleichzeitig die Abfrageleistung verbessert.
- Leichtgewichtigere UI-Komponenten – die Webschnittstelle wird nun als moderna, serverseitig gerenderte Anwendung bereitgestellt, die die gesamten Datenpaketgrößen minimiert, die der Client herunterladen muss.
Das Upgrade führt im Wesentlichen dazu, dass VCFMS nach Abschluss der Aktualisierung weniger Knoten, kleinere Datenbanken und eine UI verwendet, die viel weniger Bandbreite benötigt, wenn Benutzer auf Funktionen zugreifen.
Was bedeutet das für den Alltag?
Für Teams, die bereits VCF verwenden, ist die unmittelbare Auswirkung auf den Betrieb hauptsächlich eine Leistungsverbesserung, die durch den schlankeren Fußabdruck ermöglicht wird:
- Schnellere Bereitstellung – die Bereitstellung eines neuen Clusters kann 10–15 Minuten schneller abgeschlossen werden, da die Management-Firmware einen geringeren Speicherbedarf und kürzere Startzeiten aufweist.
- Reduzierte Kostenbelastung – die kleinere VM-Größenoption kann zu Einsparungen von bis zu 20 % bei den Compute-Kosten für den Management-Cluster führen, insbesondere in Umgebungen mit vielen Clustern.
- Verbesserte Automatisierbarkeit – weniger, aber stärkere Dienste bedeuten, dass viele frühere Shell-Skripte durch nahrbare API-Aufrufe ersetzt werden können, was die Fehlerbehebung in der CI/CD-Pipeline vereinfacht.
- Bessere Skalierbarkeit – zukünftige Upgrades (z. B. Version 9.2) können sich nur auf einen kleineren Satz von Komponenten konzentrieren, was den gesamten Aktualisierungsprozess weiter vereinfacht.
Praktische Schritte vor dem Upgrade
Obwohl der reduzierte Fußabdruck eine willkommene Verbesserung ist, empfehlen die Best-Practice-Richtlinien von VMware immer noch folgende Maßnahmen vor dem Upgrade:
- Bestandsaufnahme – überprüfen Sie die aktuelle Größe der Management-Cluster-Nodes und notieren Sie die Alarmschwellenwerte für die Speichernutzung.
- Backup der Konfiguration – stellen Sie sicher, dass Sie ein funktionierendes Backup des VCFMS-Konfigurationsspeichers und der Benutzerdaten erstellt haben.
- Ressourcenüberwachung – aktivieren Sie die Ressourcenbegrenzung für die Management-VMs in vCenter, damit unerwartete Spitzen während der Migration isoliert bleiben.
- Testen Sie die Automatisierung – führen Sie Integrationstests für Playbooks aus, die auf vRealize Automation oder dem neuen zentralen Service basieren, bevor Sie die wichtigsten Produktionscluster durchführen.
- Überprüfen Sie die Lizenzierung – bestätigen Sie, dass die Lizenzen für vRealize Automation und die Verwaltungstools mit dem neuen, gebündelten Modell übereinstimmen.
Fazit
Die Version 9.1.1 von VCF zeigt einen echten, messbaren Fortschritt in Richtung einer schlankeren, effizienteren Verwaltungsebene. Die Reduzierung der Footprint-Ropts der Management Services führt zu spürbaren Vorteilen in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und betriebliche Einfachheit – ohne die Funktionalität einzuschränken. Unternehmen, die bereit sind, auf das Upgrade umzusteigen, können ihren Management-Cluster modernisieren und gleichzeitig von den Skalierungsvorteilen profitieren, die VCFMS in größeren Silos bietet.